Messdienermannschaften erfolgreich beim Traditionsturnier
Hollager „Mini“-Damen und Wallenhorster MiFü-Männer triumphieren
Wenn es einen Fußball-Gott gibt, dann war er in diesem Jahr auf der Seite der Ministranten- was grundsätzlich sicherlich nahe liegt und dem Verlauf des diesjährigen Fußballturniers der Vereine und Verbände aus dem Großraum Wallenhorst auch gerecht wird.
Der Sportausschuss der Wallenhorster Messdiener hatte auch in diesem Jahr ein Turnier mit den üblichen Leckerbissen auf die Beine gestellt: Fairer Sport in der Halle, feiernde Fans auf der Tribüne, reichhaltige Verpflegung und zum Abschluss eine Party für alle Turnierteilnehmer. Das alles tat nicht nur der Kommunikation der Jugendverbände untereinander gut, sondern auch der Partnergemeinde der St. Alexandergemeinde. Seit längerer Zeit schon unterstützen die Messdiener die Entwicklungsarbeit der St. Paul´s- Gemeinde in Kumi/Uganda. Durch die finanzielle Hilfe konnte bislang unter anderem ein Kirchenneubau realisiert werden. 500 Euro Erlös kamen beim Fußballturnier zusammen: Geld, das in Afrika sinnvoll verwendet werden kann.
Zehn Vereine und Verbände hatten insgesamt 18 Damen- und Herrenmannschaften ins Rennen um die Pokale geschickt. Bei den Damen ging die Mannschaft der Pyer Messdienerinnen als Favoritin ins Turnier. Im Vorjahr hatten die Damen aus dem Osnabrücker Norden die Konkurrenz düpiert. Doch die schläft bekanntlich selten bis gar nicht. Und so war es in diesem Jahr eine andere Mannschaft, die den Ton angab: die der Hollager „Minis“. Mit fünf Siegen und einem Unentschieden (gegen die wie immer stark spielenden Ruller Pfadfinderinnen) setzten sich die „Mini-Kickerinnen“ durch. Ihren Erfolg kommentierten sie mit einer Selbstverständlichkeit, die von großer Turniererfahrung zeugt. Die 20-jährige Celina Bäune etwa war zum vierten Mal dabei und sagte gelassen: „Wir bekommen eigentlich immer eine ganz gute Mannschaft zusammen - Training brauchen wir im Vorfeld nicht.“ Ihre Teamkollegin Henrieke Otte lobte indes die Rahmenbedingungen des Turniers: „Gerade die gute Musik und das gute Essen machen die Veranstaltung zu einem guten Angebot für die Jugendverbände.“ Den zweiten Platz bei den Damen belegte die Mannschaft Messdiener Wallenhorst I, Dritte wurden die Vorjahressiegerinnen, die Pyer Messdienerinnen.
Die Verpflegung und die Musik waren natürlich auch für die Männer ein Thema. Die Mannschaftssitzungen bei den Freunden und Förderern der Wallenhorster Messdiener (FuF) sind ohne ein Getränk in der Hand undenkbar. Und so sinnierten Dino Fänger, Henning Schütte, Christoph Albers, Christian Doedt und Jens Thiemann zwischen den Spielen vor dem Kabinengang über alte Zeiten. Simon Garthaus, Spieler bei den Ruller Messdienern, beobachtete lieber das Geschehen auf dem Spielfeld. „Eigentlich dachte ich, dass ich in diesem Jahr gar nicht mitspiele. Aber dann habe ich die Sportsachen doch eingepackt“, sagte er. So ging es auch Mario Kicker, seit Jahren bei der Mannschaft des Wallenhorster Jungkolpings unter Vertrag: „Ich muss den Architekten dieser Sporthalle einfach mal für die super Sicht loben“, witzelte der 23-jährige. Was er und die anderen Zuschauer sahen, war großartiger Fußball:
In der Vorrunde kristallisierte sich bereits heraus, wer beim Kampf um die Treppchenplätze eine Rolle spielen würde. Die technisch starken Pyer Messdiener, die Wallenhorster Messdiener und die Wallenhorster Pfadfinder, die vor allem mit einer starken kämpferischen Leistung in der Vorrunde überzeugten. Im Halbfinale standen sich die beiden Mannschaften der Wallenhorster Messdiener gegenüber. Die feldüberlegene Mannschaft MiFü I konnte sich jedoch erst im Neunmeterschießen mit 3:1 durchsetzen. Klare Verhältnisse dagegen im zweiten Halbfinale: Doppeltorschütze Sebastian Tusk führte die Pyer Messdiener zu einem 5:0 Sieg über die Wallenhorster Pfadis. Das Spiel um Platz 3 zwischen den Pfadis und dem Team MiFü II wurde wiederum im Neunmeterschießen entschieden. Jannis Stuckenberg hatte die MiFü zwar früh in Führung gebracht, Marcel Tepe besorgte jedoch zwei Minuten vor Schluss den verdienten Ausgleich. In einer Nervenschlacht vom Neunmeterpunkt behielten die Pafdis schließlich die Oberhand, nachdem Felix Wulf auf Seiten der Messdiener unglücklich verschossen hatte.
Im Finale erreichten die Wallenhorster Messdiener gegen die Pyer Messdiener schließlich das, was man einen „dreckigen Sieg“ nennt. Es war ein reines Geduldsspiel, bei dem sich beide Mannschaften lange abtasteten und jeden Fehler vermeiden wollten. Christopher Boße sorgte nach technisch starker Vorarbeit von Magnus Horn schließlich für den einzigen Treffer. „Das war die Revanche für unsere Auftaktniederlage gegen die Pyer“, sagte der Matchwinner nach dem Spiel.
Sieger und Verlierer tanzten schließlich zusammen bis tief in die Nacht - „die Players Party“ im Foyer der Turnhalle mit rund 150 Gästen war ein voller Erfolg. Turnierorganisator Jan Brüggemann war hoch erfreut: „In diesem Jahr sind sehr viele junge Teilnehmer dabei, was auf eine gute Nachwuchsarbeit schließen lässt. Darüber hinaus verlief das Turnier äußerst fair“, so Jan Brüggemann, der auch die Feierkultur der Sportler lobte: „Das gute Benehmen setzt sich auf der Party fort. Dafür sind wir als Organisatoren sehr dankbar.“
Und hier findet ihr die fotos vom Turnier
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