Willkommen auf den Internetseiten der Wallenhorster Messdiener!

Handwerkszeug

Texte teilweise entnommen aus: Nübold, E.: Einführung in den Ministrantendienst
Schredl, E.: Wir Minis
Hück, A.: Ministrieren - kein Problem

In jeder Messe kommt der Messdiener mit einigen "Gegenständen" in Kontakt. Das so genannte Handwerkszeug des Messdieners wird meist nur als Gegenstand selber zur Kenntnis genommen. Nähere Informationen zu den "Gegenständen" kennen die wenigsten.
Hier soll nun auf der einen Seite ein Überblick der Handwerkzeuge gegeben werden, auf der anderen sollen diese auch näher erläutert werden. Dazu müsst ihr lediglich auf die entsprechenden Abbildungen klicken.

Kännchen
Kelch
Schellen
Lavabo und Lavabotuch

Weihrauch und Schiffchen
Weihwasser und Aspergill
Kerzen mit Ständer
Fackel

Vortragekreuz
Messbuch
Evangeliar
Kleppern


Kännchen

Wenn die beiden Kännchen aus Glas sind, kannst du relativ einfach erkennen, welches Wasser und welches den Wein enthält. Sind sie aus Keramik oder Metall, ist es schon schwieriger. Deshalb sind die allermeisten Gefäße gekennzeichnet, damit man sie unterscheiden kann: Das Kännchen mit Wasser trägt ein A (lat. Aqua) für Wasser; ein V (lat. Vinum) kennzeichnet das Weingefäß.
[nach oben]




Kelch

Der Name des Kelches kommt aus der griechischen Sprache. Dort hieß "kalyx" so viel wie bei uns "Becher". Allerdings ist unser Kelch ein besonders kostbarer Becher, meistens aus edlem Material wie Silber und Gold. Er dient dazu den Wein aufzunehmen, der in der Messfeier zum Blut Christi gewandelt wird.
Das so genannte Ziborium ist der Kelch, der als Speisegefäß dient, in dem die Hostien im Tabernakel aufbewahrt werden.
[nach oben]




Schellen

In einigen Gemeinden machen die Schellen auf wichtige Stellen im Gottesdienst aufmerksam, wie zum Beispiel bei der Wandlung während der Messe oder beim Segnen der Monstranz. In unserer Gemeinde ist es üblich, nach dem Gabengebet zu schellen.
Als die Messe noch in der lateinischen und nicht in der Muttersprache gefeiert wurde, war das Schellen sogar dringend notwendig, damit die Menschen den Verlauf des Gottesdienstes besser verfolgen können.
Schellen können auch bei besonders festlichen Augenblicken als Ausdruck des Lobes eingesetzt werden. Zum Beispiel wird das Lied "Großer Gott, wir loben dich" häufig von den Messdienerinnen und Messdienern mit Schellen begleitet.
[nach oben]

Lavabo und Lavabotuch

Das Lavabo ist die Kanne und die dazugehörige Schüssel zur Händewaschung; das Lavabotuch das entsprechende Handtuch. Lavabo ist das lateinische Wort für "Ich wasche mich". Das Waschen der Hände ist ein Zeichen für das innere Vorbereiten, sozusagen das "innere Waschen". Der Priester spricht dabei: "Herr, wasche ab meine Schuld, von meinen Sünden mache mich rein."
[nach oben]







Weihrauch und Schiffchen

Weihrauch ist ein Zeichen der Verehrung und der Anbetung. Die Juden brachten Gott auf einem Räucheraltar Weihrauch dar und huldigten ihm durch dieses Opfer. Sie glaubten, dass Gott an dem Wohlgeruch Gefallen findet. Du kennst Weihrauch als eine der Gaben der drei Sternsinger, die nach Betlehem zogen. Weihrauch besteht aus kleinen Harzkörnern eines bestimmten Baumes.
Das Weihrauchspenden bei feierlichen Gottesdiensten, bei Andachten, Prozessionen, aber zum Beispiel auch bei Beerdigungen gehört zu den besonderen Aufgaben des Ministrantendienstes. Aber es ist nicht ganz einfach und braucht etwas Übung.
Im Rauchfass befindet sich eine herausnehmbare Glutpfanne. In sie werden glühende Kohletabletten gelegt. Durch das Einlegen der Harzkörner entsteht der Rauch.

Das Schiffchen ist der Weihrauchbehälter, in dem sich auch ein Löffelchen zum Einlegen befindet. Wer solch ein Schiffchen anschaut, weiß sofort, dass es seinen Namen von der Form bekommen hat.
Zwei Messdiener/innen tragen das Weihrauchfass mit der glühenden Kohle und das Schiffchen mit den Weihrauchkörnern., die der Priester dann mit dem kleinen Löffel auf die Kohle legt. Bei feierlichen Gottesdiensten können das Evangelienbuch, das Vortragekreuz, die Eucharistie, Priester und Gemeinde inzensiert, das heißt beweihräuchert, werden.
[nach oben]

Weihwasser und Aspergill

Wenn der Priester oder Diakon die Gläubigen mit Weihwasser segnet, dann ist das eine Erinnerung an die Taufe.
Das Wort Aspergill kommt aus der lateinische Sprache: von "aspergere", das heißt "besprengen". Das Aspergill besteht aus einem Stab, der am oberen Ende eine Kugel trägt. Diese Kugel hat kleine Löcher. In der Kugel befindet sich ein Schwamm, der mit Weihwasser gefüllt ist.
Das Aspergill braucht der Priester oder Diakon, wenn er die Gläubigen oder auch bestimmte Gegenstände mit Weihwasser segnet.
[nach oben]





Kerzen mit Ständer

Während der Verkündigung des Evangeliums halten die Messdiener zwei Kerzen. - Warum? Im Evangelium hören wir die Botschaft von Jesus Christus. Diese Botschaft soll für unser Leben wie ein Licht sein, ein Licht für unseren Lebensweg. Das sollen uns die brennenden Kerzen beim Evangelium zeigen.
[nach oben]








Fackel

Die Fackeln werden in unserer Gemeinde von den jüngsten Gruppen getragen. Sie kommen zum Hochamt und an Feiertagen zum Einsatz.
[nach oben]










Vortragekreuz

Bei feierlichen Gottesdiensten, etwa an Weihnachten oder Ostern, ziehen die Messdienerinnen und Messdiener mit dem Priester feierlich ein. Dabei wird oft das so genannte Vortragekreuz mitgeführt und anschließend in einen Halter in der Nähe des Altars gesteckt. Zudem wird das Vortragekreuz bei Prozessionen und Beerdigungen getragen.
[nach oben]













Messbuch

Im Messbuch (Missale) stehen die Gebete, die der Priester zu Anfang, zur Gabenbereitung und nach der Kommunion zu beten hat; auch die Hochgebete und viele andere Gebete sind darin enthalten. Das Messbuch ist das dickste Buch von allen.
[nach oben]








Evangeliar

In diesem Buch sind ausschließlich die Evangelien enthalten. Oft trägt der Priester oder Diakon es in einer feierlichen Prozession zum Ambo. Dabei wird er von zwei Messdienerinnen und Messdienern mit Kerzen begleitet. Auch bei einem feierlichen Einzug kann das Evangeliar mitgetragen werden.
[nach oben]








Kleppern

An Karfreitag und Karsamstag werden in unserer Gemeinde statt der Schellen die so genannten Kleppern verwendet. Neben dem offenen und leeren Tabernakel und dem schmucklosen Altar lassen die Kleppern die Trauer der Kartage spürbar werden.
[nach oben]










Texte teilweise entnommen aus:

Nübold, E.:
Einführung in den Ministrantendienst;
Lennestadt: Offsetdruck Nübold, 2001

Schredl, E.:
Wir Minis - Für junge Leute, die einer großen Sache dienen;
Freiburg im Breisgau: Verlag Herder, 2000
ISBN 3-451-27218-0

Hück, A.:
Ministrieren - kein Problem. Kleines Handbuch für den Dienst am Altar;
Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag, 2.Auflage, 2002
ISBN 3-7867-2329-X